Kapitel
1 - Web Analytics
Grundlagen
Im ersten Kapitel
beschreibt Peterson zum
einen technische
Grundlagen (Page
Impressions, Visits,
Visitor, Referer), zum
anderen geht es um die
Analyse an sich. Wichtig
ist die Definition von
Zielen der eigenen
Webseite, denn ohne
Ziele, kann Web Analytics
nicht ordentlich
betrieben werden. Web
Analytics ist als
kontinuierlichen Prozess
zu verstehen (messen
=> reporten =>
analysieren =>
optimieren). Neben dem
Tool ist vor allem das
Analytics-Team wichtig,
denn schließlich ist es
der schlaue Mensch, der
Informationen aus dem
Tool zieht und
Optimierungsempfehlungen
gibt. Nach einer kurzen
Vorstellung einiger
Tool-Anbieter wird noch
einmal betont, dass es
nicht auf die Sammlung
von Features ankommt,
sondern, ob das Tool die
individuellen
Fragestellungen (Die man
vorher kennen muss)
beantworten kann.
Besonders interessant
für die Analyse ist es
auch zu wissen, warum die
Besucher auf der Webseite
sind. Dazu sollten
Onlinebefragungen genutzt
werden.
Kapitel
2 - Die Implementierung
des Web Analytics Tools
In diesem Kapitel geht es
um die Messgenauigkeit,
d.h. was muss man tun,
damit man später
möglichst gut auswerten
kann. Vorgestellt werden
technische Details zu
Cookies,
Java-Skript-Auslesung und
Robots. Für eine
angenehmere und besser
interpretierbare Analyse
spricht die Nutzung von
sprechenden Urls und
hierarchischen Pfaden,
sowie der Einsatz von
Variablen für
Detailinfos wie z.B.
Bestellmenge,
Bestellwert, etc.
Kapitel
3 - Messung von
Online-Marketing
Aktivitäten durch Web
Analytics
Zu Beginn werden
Marketing-Begriffe
erläutert (ROI,
Conversion, CPA, CPC).
Webseitenziele müssen
definiert werden (z.B.
mehr verkaufen, mehr
Kontakte generieren).
Ebenso wird definiert,
wie das Erreichen dieser
Ziele gemessen werden
kann (Conversion = Kauf,
Newsletter Bestellung).
Vorgestellt wird die
Messung von
Banner-Werbung,
Email-Marketing,
bezahltes
Suchmaschinenmarketing,
Organische Suche,
Affiliate Marketing.
Kapitel
4 - Die Messung von
Usability durch Web
Analytics
Usability misst die Benutzerfreundlichkeit
einer Webseite.
Einfachere Usability
Fragestellungen können
durch Web Analytics an
ein großes Publikum
gestellt werden. Durch
Web Analytics wird man
jedoch nicht die Motive
der Nutzer erfassen
können.
Die Webseitennutzung
lässt sich durch die
Aufzeichnung der
geklickten Links messen,
wobei der Browseroverlay
das modernere Verfahren
ist, um visuell den Pfad
der Nutzer nachzusurfen.
Ziel der
Webseite ist es, Nutzer
dazu zu motivieren, etwas
zu kaufen, sich zu
registrieren oder einen
Kontakt herzustellen. Man
möchte, dass sich die
Nutzer mit der Webseite,
dem Marketing, der Marke
und den Verkaufspfad
näher befassen. Um dies
zu erreichen, muss das
Ziel sein, die Nutzer der
Webseite / des genutzten
Webseitenthemenbereiches
besser zu verstehen. Ein
umfassenden Blick bekommt
man beispielsweise durch
folgende Fragestellungen:
Was ist das
Konkurrenzumfeld? Wie ist
die Soziodemographie und
Psychographie der
Nutzer?, Über welche
Keywords sind die
Besucher gekommen?.
Sofern man es schafft
sich in die Nutzer hinein
zu versetzen, gilt als
nächstes die Webseite
sprachlich und
strukturell auf diese
Nutzergruppe abzustimmen.
Im Folgenden
geht Peterson näher auf verschiedene
Metriken ein: Die Messung der
Nutzungsdauer,
Entry-Page,
Exit-Page,
Single-Access-Pages
(Besuche,
die nur aus dem Aufruf
dieser Seite bestanden:
meist Einstige von
Suchmaschinen und
Kampagnen) und der Stickiness,
der Attraktivität einer
einzelnen Seite (Wie viel
% der Besucher haben bei
dieser Seite den Besuch
weitergeführt?).
In dem
Unter-Kapitel Measure
Multi-Step Processes
wird näheres zu Bestell-
und
Registrierungsprozessen geschrieben
und wie man den Erfolg
einzelner Seiten messen
kann: So sagt die
Retention-Rate,
wie viele Besucher im
Prozess noch weiter
machen, d.h. die
Folgeseite besuchen. Conversion-Rate
ist der Anteil der
Besucher, die bis zum
Ende des Bestell- bzw.
Registrierungsprozesses
gekommen sind. Das
Gegenstück zur
Conversion-Rate trägt
den Namen
Abandoment
Rate und beinhaltet
den Anteil der Abbrecher.
Da man z.B. bei einer
Bestellung einer Hose bis
zu 30 Seiten hin und her
klicken kann, werden im
Multi-Prozess Checkpoints
definiert, die eine
Person im Laufe des
Besuches passiert haben
muss, um einen Schritt
weiter zu sein. Diese
Reports werden auch
Fall-Out-Reports
genannt und können gute
Einblicke geben, wo die
meisten Abbrüche sind.
Eine
wichtige Rolle spielt der
Checkout-
Prozess bzw.
Bestellprozess. Erst wird
die Ware in den Warenkorb
gelegt,
dann kommen persönliche
Daten
(Lieferanschrift,
Zahlungsart) und am Ende
eine Übersicht
der Bestellung.
Hier schaut man sich dann
an, wie viele Personen es
nicht zum nächsten
Schritt geschafft haben,
um dann Abbruchstellen
genauer unter die Lupe zu
nehmen (Z.B. bei
Formulardaten die
Fehlermeldungen oder die
Zurücknavigation nach
der
Bestellübersichtsseite).
Der Browser-
Overlay bietet
sich an, um die
Navigation zu verbessern,
denn man begibt sich so
am besten in die Lage der
Nutzer, indem man Ihre
Webseitenbesuche visuell
nachsurft. Gibt es
Seiten, die eine wichtige
Rolle spielen, aber zu
hohen Abbrüchen führen?
Vielleicht werden die
Links zur weiteren
Navigation einfach nicht
gesehen (zu weit rechts
oder unten im
Scrollbereich).
Messung der
internen Suche: Die interne
Suche kann
zum einen etwas über den
Besuchsgrund des Nutzers
aussagen, zum anderen
können Metriken dabei
helfen, abzuschätzen,
wie erfolgreich die Suche
ist. Wie viele Besucher
nutzen die Suche? Wird
die Suche gleich zu
Beginn oder erst mitten
in dem Besuch genutzt ?
(Indikator für ein nicht
zurechtkommen mit der
Navigation). Wie hoch ist
der Anteil der
keine
Ergebnisse. Wie
viele Besuche enden mit
der Ergebnisliste einer
Suche, ohne weiter auf
der Seite zu navigieren?
Bei einigen Web Analytics
Tools kann man der
Ergebnisliste zwei
Variablen mitgeben: eine
für den Suchbegriff, die
andere für die Menge der
angezeigten Ergebnisse.
Das hilft dann bei der
Interpretation, denn 2000
Ergebnisse sind auch
nicht hilfreich, da die
Nutzer meist die ersten 3
anklicken, da diese die
passendsten
Beschreibungen
beinhalten. Der Einfluss
der Suche kann dann auch
auf die Conversion
gemessen werden.
Funktioniert die Suche
gut, kann das zu höheren
Conversions führen. Ein
Grund für die
keine
Ergebnisse- Seiten
kann auch die fehlende
Indexierung von
hinzugefügten Inhalten
sein, da ist ein
regelmäßiger Check
wichtig. Die keine
Ergebnisse-
Seite sollte zudem durch
Infos (probieren Sie
einen ähnlichen Begriff;
prüfen Sie die
Rechtschreibung) oder
FAQs angereichert werden.
Das gezielte
Reporting aufgrund der Segmentierung
von
Besuchern, macht Analyse
zielgerichteter. So
können Produktmanager
und
Inhaltsverantwortliche
die Webseite besser an
die Zielgruppe richten.
Eine Segmentierung der
Besucher kann nach
genutztem Inhalt
(Content-Report),
genutzter Hilfe
(Support-Report) und
Käufen
(Sales-Analysis-Report)
erfolgen.
Kapitel
5 -
Technographie
und Soziodemographie
In diesem Abschnitt geht
es um die Technische
Messung der Besucher
(Browser,
Zugangsgeschwindigkeit,
Bildschirmauflösung,
Browser-Plugins, Sprache,
Geographie gemessen über
die IP-Adresse). Des
weiteren wird darauf
eingegangen, wie
Soziodemographiedaten aus
Eingabeformularen in
Variablen geschrieben und
weitergegeben werden, um
diese mit Web Analytics
Daten zu verknüpfen.
Auch wird das Messen von
Downloads erwähnt, sowie
das Erfassen von
Direkteinstiegen über
Bookmarks, die über
Logfiles anhand der
Auslieferung des Favicon
(kleine Bild in der
Adressleiste) gemessen
werden können.
Kapitel
6 - Web Analytics im
E-Commerce
Das große Ziel eines
Onlineshops ist es,
interessierte Nutzer
anzuziehen, diese zu
wiederkehrenden Käufern
zu machen und mehr zu
verkaufen. Die damit
verbundenen Kosten
(Marketing, Zeitaufwand)
sollen dabei möglichst
gering sein. Wichtig ist
es, den Erfolg von
Marketingkampagnen zu
messen: Die Trafficquellen
(bezahlte Keywords,
Emailkampagnen,
Affiliates,
Bannerwerbung) sollen
segmentiert werden und
auf Metriken untersucht
und verglichen werden
(Conversion,
Besuchertreue). Zudem
sollte man eine
Übersicht über die
angesehenen Produktgruppen
bekommen.
Welches sind die
interessantesten
Produkte? Welche werden
nur angesehen? Welche
angesehen und gekauft?
Die Analyse von Abbruchstellen
im Checkout-Prozess (Warenkorb,
Login oder Registrierung,
Lieferadresse,
Zahlungsart,
Bestellübersicht) gibt
Hinweise für
Optimierungsbedarf. Ist
der Bestellbutton
versteckt? Gibt es zu
viele (Plicht)
Eingabeformulare? Auch
hilft die tiefere Analyse
der wiederkehrenden
Besucher: Ein
Wiederkehrender Besucher
hat die Webseite
mindestens zweimal
besucht. Dabei kann es
sich lohnen, die Frequenz
der Wiederkehrer genauer
zu analysieren. Wie oft
muss der
durchschnittliche
Besucher wieder kommen
bis er etwas kauft? Mit
der Metrik
Recency misst
man, wann eine Person das
letzte mal etwas gekauft
hat. War es vor einem
Monat oder einem Jahr?
Dabei vergleicht man
beispielsweise die
Trafficquellen
(Google-Suche vs. Banner)
und berechnet den
durchschnittlichen
letzten Kaufzeitraum.
Auch wird auf Cross-Sell-Data
and Recommendation eingegangen:
Eine Analyse von
Produkten, die zeitlich
eng beieinander gekauft
werden, gibt Aufschluss
darüber, welche Produkte
als Zusatzverkauf durch
eine Empfehlung mit
verkauft werden können.
Kapitel
7 - Reporting Strategien
und Key Performance
Indikatoren
Als Web Analyst hat man
die Aufgabe aus der Masse
an komplizierten Details,
die Kerninfos
herauszufiltern und
einfach und verständlich
zu präsentieren.
Peterson empfiehlt die
Reports in Excel zu
machen, da sich keiner in
das Web-Analytics Tool
einloggen wird.
Informationen sollen
Zielgruppengerecht sein,
d.h. nur die Infos, die
für die jeweilige
Abteilung bzw. Funktion
von Interesse sind.
Zahlen sollten nicht ohne
Kontext bzw. Verhältnis
zu anderen Zahlen
präsentiert werden. Hat
man absolut 1.000
Käufer, dann kann das
gut oder schlecht sein
(je nachdem wie viele
Webseitenbesucher man
hat). Auch sollte eine
Monatszahl nicht allein
stehen, sondern immer im
Vergleich zur Vorperiode,
damit man abschätzen
kann, ob sich etwas
verbessert oder
verschlechtert hat.
- Allgemeine
Key Performance
Indikatoren (KPIs):
Besuchertreue und
Engagement
Wie viele von den
monatlichen Besuchern
sind schon einmal da
gewesen? Wie intensiv
wird die Webseite
genutzt? Das Verhältnis
von Neuen zu
Wiederkehrenden Besuchern
liegt bei
E-Commerce-Webseiten etwa
bei 70:30 und bei
Comtentseiten bei 60:40.
Das Engagement der
Besucher kann über die
Besuchslänge und die
Anzahl an aufgerufenen
Unterseiten ermittelt
werden. Dabei sollte man
sich Anstelle des
Mittelwertes eher die
Verteilung der Nutzung
ansehen
(Häufigkeitsverteilung).
- Key
Performance Indikatoren
(KPI) bei einem
Onlineshop
Das Businessziel eines
Onlineshops ist der
Verkauf von Produkten.
Zwischen Produktansicht
und dem Kauf wird der
Bestellprozess
durchlaufen. Zu den KPIs
zählen die Anzahl der
Warenkorbaufrufe,
Verkäufe ab betreten des
Bestellprozesses, Käufe
pro Besucher,
Durchschnittlicher
Bestellwert, sowie der
Bestellumsatz pro
Produktgruppe und pro
Bestellung.
- Key
Performance Indikatoren
(KPI) bei einer
Contentseite
Das Businessziel einer
Contentseite ist der
Verkauf vom Werbefläche.
Damit ist das
Engagement
die wichtigste KPI. Das
Engagement (Intensität
der Nutzung) lässt sich
durch verschiedene
Metriken messen: Die
Loyalität der Besucher
(Besuche pro Besucher),
die Besuchstiefe
(Seitenaufrufe pro
Besuch), die Anzahl an
interessierten
Besuchen (z.B.
mind. 5-10
Seitenaufrufe), der
Anzahl an Besuchen mit
über 90 Sekunden Nutzung
oder dem Interesse für
einzelne Unterseiten.
- Key
Performance Indikatoren
(KPI) bei einer
Supportseite
Das Businessziel einer
Supportwebseite ist das
Einsparen von
Personalkosten im
Call-Center. Bei einer
Supportseite sollten die
Besucher mit möglichst
wenigen Klicks zur
Lösung finden.
Gütekriterien sind damit
ein zeitlich kurzer
Seitenbesuch, der aus
wenigen Aufrufen von
Einzelseiten besteht.
Eine gute Suchfunktion
unterstützt in diesem
Prozess. Damit ist der
Anteil an Keine
Treffer für die
Suche ein weiterer
Indikator (zero results
searches). Durch
Befragungen sollte die
Zufriedenheit erhoben
werden und dient damit
als weiterer wichtiger
Indikator für den
Erfolg.
- Key
Performance Indikatoren
(KPI) bei einer
B2B-Webseite
Das Businessziel einer
B2B-Webseite ist es,
Kundenkontakte
zu generieren. Die
wichtigste Kennzahl ist
damit die
Lead-Conversionrate.
Messbar ist dies durch
den Aufruf eines
Kontaktformulares oder
dem Download einer
Wegbeschreibung.
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