Eric T. Peterson - KPIs

Key Performance Indicators: Das Reporting (7/7)
Wie sollten KPIs im Unternehmen eingeführt werden:
  • Benutzerfreundkeit - Jedem das, was man wirklich braucht (einfach & verständlich)
  • Interesse wecken - von Menschen und Bu$ine$$-Problemen reden
  • Verantwortliche mit Geld motivieren - realistische Ziele definieren & Anreiz schaffen

Benutzerfreundliches KPI-Reporting

Als Web Analyst hat man die Aufgabe aus der Masse an komplizierten Details, die Kerninfos herauszufiltern und einfach und verständlich zu präsentieren. Peterson empfiehlt die Reports in Excel zu machen, da sich keiner in das Web-Analytics Tool einloggen wird.

Ein Web Analyst sollte verantwortlich dafür sein, die richtigen KPIs fürs Unternehmen zu finden und zu definieren.

Jeder bekommt nur das, was er für seinen Job braucht.

Er kennt das System und die Fragestellungen im Unternehmen. Zu jeder KPI sollte man wissen, wer bei dieser den Hut aufträgt, d.h. ist eine KPI schlecht, dann sollte man wissen, wer was optimieren kann, um diese zu verbessern oder zu erklären. Auch sollten nach den ersten Reports regelmäßige Treffen stattfinden, um die KPIs nochmal zu überdenken bzw. Feedback einzuholen. Wichtig ist auch, wie man das Interesse an die KPIs weckt: Die Reports müssen einfach und verständlich ein.

Besucher einer Website befinden sich in unterschiedlichen Phasen, die durch den „Customer Life Circle“ abgebildet werden. Beispiel einer E-Commerce-Website: Erst muss jemand auf die Website aufmerksam werden (Reach, Akquisition), dann erstmalig etwas kaufen (Conversion) und am besten ganz glücklich sein und immer wieder kommen und kaufen (Retention).

Ein benutzerdreundliches KPI-Reporting berücksichtigt diese Phasen:
1. Reach => Anzahl der Besuche, Einstiegsseiten und Inhalte, Ort der Personen
2. Akquisition => %Neue Besuche, Intensität der Besuche, Referer, Suchmaschinen, Suchbegriffe
3. Conversion => Conversionrate, Abbruchrate, Return on Investment: Kampagne <=> Conversion, Conversionrates für Produktgruppen, durchschnittlicher Bestellwert
4. Retention => %Wiederkehrender Besucher, Loyalitätsmetriken, Besuchshäufigkeit, Frequency & Recency von Besuchen

Ähnliche Modelle finden sich auch in neuen Büchern (Steve Jackson, Tim Ash). Tim Ash spricht vom AIDA-Modell (Attention, Interest, Desire, Action). Steve Jackson vom REAN-Model (Reach, Engagement, Activation, Nurture). Alles sehr ähnlich und empfehlenswert die KPIs in solche Raster zu stecken - das hilft zum Verständnis.


Interesse wecken - Menschen und Bu$ine$$-Probleme statt Bits & Bytes

Dann sollte man auch nicht vergessen, das die Besucher einer Website „echte Menschen“ sind. Der Focus sollte dabei nicht auf Daten liegen, sondern auf Menschen, die diese Daten erzeugen.

Als Beispiel wird ein Bild von einem Fußballstadion erwähnt, dass tausende von Besucher visualisiert + die Aussage: „So viele sind gestern auf Ihrer Webseite gewesen und waren unzufrieden, weil sie ihr Besuchsziel nicht erreichen konnten.“

Man sollte im Report über „Business-Probleme“ sprechen und nicht über Daten (z.B. anstelle von „Die Pis pro Visit sind weniger geworden“...lieber...“Die Besucher unserer Webseite nutzen diese nicht mehr so intensiv, was dazu führt, dass wir weniger Werbekontakte haben und dadurch Umsatzverluste“.


Ein Monetäres Belohnungssystem zur Erfolgssteuerung

Der letzte, auch kontrovers diskutierte Punkt, ist durch ein Bonussystem die Websiteverantwortlichen daran zu beteiligen, wenn sie es geschafft haben, eine KPI höher zu bringen.


Fazit von Eric T. Peterson: „Web Analytics is hard.“

Eric T. Peterson sagt: „Web Analytics is hard“. Die vorgestellten Informationen stammen aus den drei Büchern von Erich T. Peterson:

  • Web Analytics Demystified (2004) // Web Site Measurement Hacks (2005) // The Big Book of Key Performance Indicators (2006)).

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